Donnerstag, 25. Mai 2017

US-Aktien sind teuer

Der Jubel ist groß: die Ertragszahlen der US-Unternehmen waren meist weit besser als erwartet. Im Durchschnitt kletterten die Gewinne der S&P500-Unternehmen im ersten Quartal um knapp 14 Prozent - so stark wie seit sechs Jahren nicht mehr. Einen wesentlichen Beitrag liefert ein Sektor.

Die Energiebranche hat den Turnaround geschafft. Ohne deren Beitrag beträgt das Gewinnwachstum nur knapp zehn Prozent, so die Analyse des Datenanbieters Factset. Hohe Gewinnzuwächse verbuchen auch die Finanzbranche (Bank of America hat den Gewinn je Aktie nahezu verdoppelt), Rohstoffproduzenten und Informationstechnologie-Unternehmen. Telekom war der einzige Sektor mit rückläufigen Ergebniszuwächsen (Verizons Ertrag schrumpfte um gut zehn Prozent). 

Auf breiter Front steigen aber nicht nur die Gewinne, auch die Umsätze legen zu, wenn auch nicht ganz so stark wie die Gewinne. Mit 7,7 Prozent ist es der stärkste Zuwachs seit Ende 2011.  

Für die Zukunft zeigen sich viele Analysten optimistisch. In den aktuellen Kursen ist jedoch bereits eine hohe Erwartung eingepreist, weshalb das Risiko für Investoren steigt. US-Aktien sind mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17,3 im historischen Vergleich teuer, der Fünf-Jahres-Durchschnitt liegt bei 15,2, der Zehn-Jahresdurchschnitt bei 14.

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